
Tusk warnt wegen Drohnenvorfälle vor Gefahr einer Eskalation in Europa

Die Drohnenvorfälle, bei denen der Luftraum der baltischen Staaten verletzt werde, könnten zu einer Eskalation in Europa führen. Dies erklärte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Er sagte:
"Ich habe schon vor vielen Monaten davor gewarnt, dass es nicht nur im ukrainisch-russischen Krieg, sondern auch an der gesamten Ostflanke zu einer Eskalation kommen könnte."
Der Politiker bezog sich dabei auf den jüngsten Vorfall in Litauen, wo am Mittwochmorgen ein Luftalarm wegen einer unbekannten Drohne ausgelöst worden war. Der Flugverkehr am Flughafen der litauischen Hauptstadt wurde eingestellt. Tusk weiter:
"Dieser Krieg führt zu Hunderten von unterschiedlichen Interpretationen, egal ob es sich später um eine ukrainische oder eine russische Drohne handelt. Eines ist sicher: Dieser Krieg macht die Bedrohung über andere Grenzen hinweg wirklich real."
Er fügte hinzu, dass es in den vergangenen Tagen "Anzeichen dafür gibt, dass Chaos auch unsere Nachbarn betreffen könnte – insbesondere die baltischen Staaten". Polens Ministerpräsident merkte weiter an, dass derzeit "keine direkte Bedrohung für Polen bestehe", die Gefahr verschiedener Provokationen werde jedoch "immer realer".
Ende April hatte Tusk gegenüber der Zeitung Financial Times erklärt, dass ein potenzieller russischer Angriff auf NATO-Mitglieder nicht unbedingt eine ferne Zukunftsperspektive sei. Er betonte, dass es sich "eher um Monate als um Jahre" handele.

Die Meldungen aus Litauen erfolgen inmitten einer Reihe von Vorfällen, bei denen Drohnen den Luftraum der baltischen Staaten verletzten. Eine mutmaßlich ukrainische Drohne wurde am Dienstag in Estland abgeschossen. Wie der Verteidigungsminister des baltischen Landes, Hanno Pevkur, mitteilte, handelte es sich um eine ukrainische Drohne, die Ziele in Russland hätte angreifen sollen. Er sagte, dass die Drohne durch estnische Radaranlagen bereits vor dem Eindringen in den Luftraum des Landes aufgespürt worden sei. Die in Litauen stationierte rumänische Luftabwehrstaffel habe daraufhin die Drohne mithilfe der F-16-Jäger abgeschossen.
Kiew hat Moskau dieser Drohnenvorfälle beschuldigt. Georgi Tichij, der Pressesprecher des ukrainischen Außenministeriums, schrieb am Dienstag auf der Plattform X, dass Moskau die elektronischen Kriegsführungsmittel einsetze, "um ukrainische Drohnen weiterhin ins Baltikum umzuleiten".
Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete zuvor die Behauptungen über Russlands Pläne, die NATO anzugreifen, als absurd. Er warnte jedoch vor der Bereitschaft Russlands, auf die Militarisierung europäischer Länder zu reagieren. Die mögliche Antwort werde "sehr überzeugend" sein, betonte er.
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