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Ölpreis springt nach Trumps Absage an Iran nach oben – Tanken bleibt trotz Tankrabatt teuer

Mit Beginn des Handels legte der Ölpreis heute erneut kräftig zu. Grund für den Preissprung ist die Absage Trumps an einen Vorschlag Irans zur Beilegung des Konflikts. Nahezu gleichzeitig legten auch die Spritpreise zu. Ab Donnerstag gilt dann der Tankrabatt, mit Preisen unter zwei Euro ist jedoch nicht zu rechnen.
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Der Ölpreis hat zum Wochenauftakt deutlich zugelegt. Auslöser war nach übereinstimmender Markteinschätzung die Ablehnung eines iranischen Vorschlags durch US-Präsident Donald Trump, mit dem der Konflikt beigelegt und die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden sollte.

Am Montag stieg die Nordseesorte Brent zeitweise um mehr als drei Prozent auf 107,51 Dollar je Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte in ähnlicher Größenordnung auf 95,16 Dollar zu. Die russische Rohölsorte Urals erreichte einen Preis von über 120 Dollar je Fass.

Vertreter der USA und Irans hatten sich am Rande der UN-Generalversammlung erstmals seit Monaten wieder getroffen. Kurz darauf wurde ein iranischer Plan zur Wiedereröffnung der Meerenge bekannt. Trump lehnte ihn am Samstag ab. Laut dem Portal Axios sagte er, Teheran wolle zwar ein Abkommen, "aber es ist nicht das Abkommen, das ich schließen möchte". Iran habe den Bogen überspannt. Weitere Gespräche stellte er gleichwohl in Aussicht.

Was das für Verbraucher in Deutschland bedeutet

An den Tankstellen ist der Sprung bereits spürbar. Super E10 kostete am Sonntag im Tagesdurchschnitt 2,291 Euro je Liter, Diesel kostete 2,441 Euro. Beides lag nur knapp unter den bisherigen Rekordmarken.

Etwas Entlastung ist für die Verbraucher am Ende der Woche in Sicht. Ab Donnerstag greift der beschlossene Tankrabatt: Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wird gesenkt, rechnerisch um rund 17 Cent je Liter inklusive Umsatzsteuer. Ob die Tankstellen die Entlastung vollständig weitergeben, ist allerdings fraglich. Eine gesetzliche Verpflichtung dazu gibt es nicht. Dass der Literpreis unter zwei Euro sinkt, halten Experten für unwahrscheinlich.

Für Haushalte, die jetzt noch ihren Heizölvorrat aufstocken müssen, wird das Heizen im Winter teurer. Auch der Heizölpreis stieg deutlich an.

Kurzfristig bleibt die Lage für Autofahrer und Heizölkunden angespannt: Der geopolitische Risikozuschlag ist fest eingepreist, der Tankrabatt dämpft ihn nur teilweise. Ob weitere Verhandlungen den Markt beruhigen, entscheidet sich in den kommenden Tagen.

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