Liveticker Iran-Krieg – VAE melden neue Raketen- und Drohnenangriffe aus Iran

5.05.2026 16:43 Uhr
16:43 Uhr
Vereinigte Arabische Emirate melden neue Raketen- und Drohnenangriffe aus Iran
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gaben bekannt, dass ihre Luftverteidigung derzeit Angriffe aus Iran abwehrt.
"Das Verteidigungsministerium bestätigt, dass die in einigen Gebieten des Landes zu hörenden Geräusche auf das Abfangen von ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen durch die Luftverteidigungssysteme der VAE zurückzuführen sind", so das Ministerium auf der Plattform X.
Das Innenministerium riet den Einwohnern, sich in Sicherheit zu bringen und den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. Das Ausmaß des Angriffs ist noch unklar. Er erfolgte einen Tag, nachdem Iran erstmals seit Beginn der Waffenruhe Anfang April einen Raketen- und Drohnenangriff auf die VAE verübt haben soll. Bei dem Angriff am Montag auf ein Industriegebiet im Emirat Fudschaira wurden drei indische Staatsangehörige verletzt.
15:41 Uhr
Flüchtlingshilfswerk UNHCR: Israel tötete seit Mitte April 380 Menschen im Libanon
Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR informiert über die Auswirkungen andauernder israelischer Angriffe auf den Libanon seit dem vor drei Wochen in Washington offiziell verkündeten Waffenstillstand beider Länder.
Die Auswertungen von libanesischen Behördenangaben lauten:
"Seit dem 17. April sind trotz des verkündeten Waffenstillstands mindestens 380 Menschen ums Leben gekommen. In weiten Teilen des Landes herrscht weiterhin weitreichende Zerstörung, von der die Häuser von Hunderttausenden Menschen sowie die grundlegende Infrastruktur betroffen sind."
"إنها لحظة حساسة للغاية تستمر خلالها الغارات الجوية والقصف وعمليات الهدم وأوامر الإخلاء وحظر العودة إلى مناطق معينة علاوة على قيود الحركة التي تسببت في نزوح متكرر واحتياجات إنسانية متزايدة."كارولينا بيلينغ, ممثلة المفوضية في لبنان.https://t.co/7pJO9tThgg
— مفوضية اللاجئين (@UNHCR_Arabic) May 5, 2026Nach Angaben des Nationalen Rates für wissenschaftliche Forschung im Libanon (CNRS) wurden durch die IDF-Luftangriffe allein in den ersten drei Tagen des Waffenstillstands "428 Wohneinheiten zerstört und weitere 50 beschädigt", vor allem im Süden des Landes und der Hauptstadt Beirut.
Parallel sind laut den Behörden 310.000 Syrer "aufgrund der anhaltenden Gefahr und Not in den letzten Wochen" aus dem Libanon in ihr Heimatland zurückgekehrt.
Nach Angaben des Roten Kreuzes sind im Libanon aktuell insgesamt 1,2 Millionen Menschen von kriegsbedingter Vertreibung betroffen.
15:12 Uhr
US-Kriegsminister Hegseth: Waffenstillstand noch nicht vorbei
US-Kriegsminister Pete Hegseth stellte sich in Washington den Fragen von Journalisten zu den aktuellen Wahrnehmungen der Trump-Administration bezüglich des Verlaufs des Iran-Krieges.
Auf eine themenbezogene Frage führte Hegseth aus, dass der "Waffenstillstand noch nicht beendet" sei, obwohl beide Seiten in der Straße von Hormus "Schüsse aufeinander abgefeuert haben", zitiert der US-Sender CNN den Minister. Bei der Pressekonferenz im Pentagon gab er zu diesem Punkt zu Protokoll:
"Nein, der Waffenstillstand ist noch nicht vorbei. Letztendlich handelt es sich hierbei um ein eigenständiges Projekt [das sogenannte 'Project Freedom'], und wir hatten damit gerechnet, dass es zu Beginn einige Turbulenzen geben würde, was auch eingetreten ist."
NOW - Secretary of War Hegseth: "No, the ceasefire is not over." pic.twitter.com/nBaENsymet
— Disclose.tv (@disclosetv) May 5, 2026Der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, US-General Dan Caine, ergänzte ausführend, der Iran habe seit der Verkündung des Waffenstillstands vermeintlich "mehr als zehn Mal US-Streitkräfte angegriffen". Cain erklärte zu der Behauptung, dass die genannte Zahl wörtlich "unterhalb der Schwelle für die Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen" liege.
Im CNN-Artikel wird berichtet, dass der Kommandeur des US-Zentralkommandos CENTCOM, Admiral Brad Cooper, tags zuvor Pressevertretern mitteilte, dass US-Streitkräfte "sechs iranische Kleinboote in der Meerenge 'zerstören' ließen".
Washington hofft laut Hegseth demnach, dass "wir keine erneuten Kampfhandlungen gegen Iran aufnehmen müssen".
14:28 Uhr
Flugzeugträger USS George H. W. Bush unterstützt Trumps "Project Freedom"
Das US-Kriegsministerium setzt die Umsetzung des von US-Präsident Donald Trump angekündigten "Project Freedom" weiter fort. Trump hatte am Montag die Maßnahme der militärische Begleitung festgesetzter Handelsschiffe in der Straße von Hormus als nächsten Schritt gegen Iran eingefordert.
Nun informierte das U.S. Central Command auf X über die strategische Verlegung eines größeren Kriegsschiffs in die Region:
"Die USS George H. W. Bush (CVN 77) durchquert das Arabische Meer, während US-Streitkräfte vom Golf von Oman aus die Seeblockade gegen Iran durchsetzen und das 'Project Freedom' in der Straße von Hormus unterstützen."
USS George H.W. Bush (CVN 77) transits the Arabian Sea as U.S. forces enforce the naval blockade against Iran from the Gulf of Oman and support Project Freedom in the Strait of Hormuz. The carrier has more than 60 aircraft on board. pic.twitter.com/u7U9YyhBO8
— U.S. Central Command (@CENTCOM) May 5, 2026Laut Mitteilung hat der Flugzeugträger mehr als 60 Flugzeuge an Bord.
14:05 Uhr
Vor neuen Verhandlungen: Beirut fordert Sicherheitsabkommen und Ende der israelischen Angriffe
Libanons Präsident Joseph Aoun erklärte zu Wochenbeginn, dass vor einem möglichen nächsten von Washington angestrebten Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu "zunächst ein Sicherheitsabkommen und ein Ende der israelischen Angriffe erforderlich seien", wie ihn das Webportal Naharnet zitiert.
In der von Aouns Büro veröffentlichten Stellungnahme wird weiter ausgeführt, der Präsident habe "seine Ansicht bekräftigt, dass der Zeitpunkt für ein Treffen" mit dem israelischen Ministerpräsidenten derzeit "nicht günstig" sei, um Aoun mit den Worten zu zitieren:
"Wir müssen zunächst ein Sicherheitsabkommen erzielen und die israelischen Angriffe auf uns stoppen, bevor wir die Frage eines Treffens zwischen uns aufwerfen."
Der offizielle, ursprünglich auf zehn Tage festgelegte Waffenstillstand wurde dabei am 23. April in Washington um weitere drei Wochen verlängert, wobei in den vergangenen Wochen IDF-Kräfte ununterbrochen zivile Ziele im Südlibanon und der Hauptstadt Beirut bombardierten. Trotz der hohen Zahl an zivilien Opfern heißt es, die Angriffe gälten ausschließlich "Hisbollah-Zielen".
13:30 Uhr
Israel: Leitender Gaza-Gesandter von Trumps Friedensrat trifft sich mit Netanjahu
Die katastrophale Situation für die Restbewohner des Gazastreifens ist durch die Kriegsereignisse in und um Iran aus dem Fokus der internationalen Aufmerksamkeit verschwunden.
Israelische Medien berichten, dass zu Wochenbeginn der Bulgare Nikolai Mladenow, von US-Präsident Trump ausgewählter leitender Vertreter des sogenannten "Friedensrats" (Board of Peace), in Jerusalem eingetoffen ist. Weiter heißt es bei der Times of Israel zu der Zusammenkunft mit Regierungsvertretern und US-Diplomaten:
"Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trifft sich in Jerusalem mit dem Sonderbeauftragten für den Nahost-Friedensprozess, Nikolai Mladenow. Auch der US-Botschafter Mike Huckabee nimmt an dem Treffen teil. Es wird erwartet, dass Mladenow Israel auffordern wird, einige Beschränkungen für die Einfuhr humanitärer Hilfsgüter in den Gazastreifen aufzuheben und seine Militäroperationen dort einzuschränken."
Laut ToI-Artikel habe Mladenow zuvor "wochenlang Gespräche mit Führern der Hamas geführt" und demnach der Organisation eine Frist gesetzt, um "den Vorschlag des Friedensgremiums anzunehmen, wonach sie schrittweise alle ihre Waffen abgeben soll".
Diese Frist sei bereits Mitte April ergebnislos ausgelaufen. Stattdessen hätten Hamas-Vertreter dem Friedensrat demnach ein Gegenangebot vorgetragen und inhaltlich darauf bestanden, dass "die Frage ihrer Waffen nur im Rahmen eines Gesamtkonzepts behandelt werden dürfe, das in der Gründung eines palästinensischen Staates gipfelt".
13:08 Uhr
Iran wirft USA tödlichen Angriff auf zivile Frachtschiffe vor
Laut iranischen Medienberichten hat die iranische Marine am Montag zwei Raketen auf ein US-Kriegsschiff nahe der südiranischen Hafenstadt Dschask, am Golf von Oman, abgefeuert.
Das Schiff habe Warnungen ignoriert. Es sei daraufhin beschossen und durch den Beschuss getroffen worden, woraufhin es habe abdrehen müssen.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) dementierte hingegen jegliche Treffer auf amerikanische Schiffe. Washington gab stattdessen bekannt, man habe erfolgreich sieben iranische Schnellboote zerstört, welche US-Einheiten bedrängt hatten.
Iranische Medien behaupten wiederum, die USA hätten keine Schnellboote der Revolutionsgarden versenkt. Stattdessen seien zwei zivile Frachtboote beschossen worden, die vom Oman in Richtung Iran unterwegs gewesen seien. Dabei sollen fünf Zivilisten getötet worden sein.
12:44 Uhr
Irans Außenminister Araghtschi reist nach China
Irans Außenminister Abbas Araghtschi wird nach Peking reisen, um sich dort mit chinesischen Vertretern zu treffen "und über Themen von gemeinsamem Interesse zu beraten", so die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtend.
Araghtschi sei demnach bereits heute in die chinesische Hauptstadt geflogen, um seine diplomatischen Konsultationen "mit Ländern in der Kriegsregion und darüber hinaus fortzusetzen". Während der Reise wird der iranische Spitzenpolitiker laut IRNA-Angaben mit chinesischen Vertretern, "darunter seinem Amtskollegen Wang Yi, einen Meinungsaustausch über die bilateralen Beziehungen sowie über regionale und internationale Entwicklungen führen", so die offizielle Formulierung seitens Teheran.

12:23 Uhr
Eskalation am Golf: VAE werfen Iran Angriffe auf Ölraffinerie vor
In der Straße von Hormus kam es am Montag zu einem direkten Feuergefecht zwischen der US-Marine und iranischen Kräften. Nach Angaben des US-Militärs versenkten die USA dabei sechs iranische Schnellboote, die zuvor Handelsschiffe bedrängt hatten.
Kurz darauf wurde ein Industriegebiet im Emirat Fudschaira durch Raketen und Drohnen beschossen. Bei dem darauffolgenden Brand wurden drei indische Staatsangehörige verletzt.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) machen Iran für diesen Angriff verantwortlich. Von iranischer Seite liegt bisher keine offizielle Stellungnahme vor, obwohl Staatsmedien zuvor Angriffe auf US-Schiffe vermeldeten. Es handelt sich um die ersten derartigen Vorfälle seit Beginn der Waffenruhe Anfang April.
12:00 Uhr
UKMTO-Zahlen zu Schifffahrtsereignissen seit Kriegsbeginn
Die britische Behörde für Seeverkehrssicherheit (UKMTO) präsentiert eine aktuelle Zusammenfassung aller gemeldeten Vorfälle für den Zeitraum ab dem 28. Februar 2026, dem Beginn US-israelischer Angriffe auf Iran und den daraus resultierenden Entwicklungen in der Straße von Hormus.
Demnach hat die Seefahrtsbehörde "45 Meldungen über Vorfälle erhalten, die Schiffe betreffen, die im und um den Arabischen Golf, die Straße von Hormus (SOH) und den Golf von Oman operieren". Weiter heißt es:
- Gesamtzahl der Angriffsmeldungen: 25
- Gesamtzahl der Meldungen über verdächtige Aktivitäten: 18
- Gesamtzahl der Meldungen zu Kaperungen: 2
Die Bestätigung auf X zur jüngsten Meldung zu Wochenbeginn lautet:
UKMTO WARNING 054-26Click here to view the full warning⤵️https://t.co/AEAwqJFKU9#MaritimeSecurity#MarSecpic.twitter.com/7YByyoHAwK
— UKMTO Operations Centre (@UK_MTO) May 4, 2026
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
